CYNETART 2020
1.10. bis 30.10.2020
ENG / DEU
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Programm
»VORTEX« »tingles & clicks«  »Metamorphose« »AIDOL 爱道«  »Micro Loop Macro Cycle« »Flora Self«
»CACHE/SPIRIT« »Deep Surroundings« »Emptea Ceremony« Kalender Save Date
1.10. bis 30.10.2020
ENG / DEU

CYNETART 2020 präsentiert im Jahr der fallenden Masken über 30 Tage hinweg elektronische Musik, Performance, Vorträge und Tanz in den Kunsträumen GEH8, C.Rockefeller Center for the contemporay Arts Dresden, dem objekt klein a, im Festspielhaus Hellerau sowie auf dem CYNETART Online Portal. wAtch oUt!



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[Presse]

Interviewanfragen zum Festival und einzelnen künstlerischen Beiträgen bitte an: dumke@cynetart.de

PM 1 (2MB)

[Pressefotos]

VORTEX 170 MB | Die große Performance im FSH Hellerau, Langheinrich & de’ Nobili

Ya-Wen Fu 44 MB | Eine Premiere der CYNETART-Preisträgerin 2018

Kiraṇ Kumār' Archipelago Archives Exhibit #8 16 MB | Digitalperformance aus Indonesien

AIDOL 1,6 MB | KI-Thema | 3D-Online-Filmvorführung

SHAPE-Künstler 64 MB | Performances, Musik, Konzerte im FSH, C. Rockefeller, oka

Tingles & Clicks 16,8 MB | 3D-Klang-Umgebung, online zu erfahren, mit Künstlerarbeiten

[Team]

künstlerische Leitung: Ulf Langheinrich
Projektmanagement: Thomas Dumke
CYNETART Online Portal: parsecmonitor
Social Media Management: Anne Lippert
3D art by @shifting.phases
Visual identity by @sinosc & @shifting.phases
weitere freie Mitarbeiter*innen

[Links & Meta]

CYNETART Homepage

Impressum & Datenschutz






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16.10.2020 – 17.10.2020

»Vortex«

Maria Chiara de’ Nobili & Ulf Langheinrich

Festspielhaus Hellerau, Erstaufführungen openstreetmap
Begrenzte Sitzzahl!

Elastische Gelenke. Tanzen als Exerzieren von Jaktationen. Immer langsamer. Immer nervöser. fortschreitend in sinnlosen Loops, kreisend um die immer gleichen fiebrig pochenden Erinnerungen, die gar keine sind sondern Erfindungen, irrlichternd in der sensorischer Deprivation. Es gibt keinen Grund. Da war nichts. Und da ist nichts. So kann sie funktionieren, die Metamorphose vom Biest zum Borg. Hinter dem Schwarzschild-Radius sind alle Körper, alle Bilder, alles Licht, aller Sinn und alle Hoffnung versandet, vergessen, verloren im Hades der Neuen Zeit.

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Fr 16.10., 18:00 Uhr, 17/8 € BUY
Fr 16.10., 21:00 Uhr, 17/8 € BUY

Sa 17.10., 18:00 Uhr, 17/8 € BUY
Sa 17.10., 21:00 Uhr, 17/8 € BUY

Zutritt ab 16 Jahren

⚠️ Während der Veranstaltung werden über erhebliche Zeiträume Stroboskop-Lichteffekte eingesetzt. Die Veranstaltung ist daher für Personen mit Epilepsie, gravierenden Herzproblemen oder klaustrobhobischen Ängsten und für Schwangere nicht geeignet. Die Veranstaltung darf nicht unter dem Einfluss bewusstseinsverändernder Drogen besucht werden.

Die Videoprojektionen zeigen Bilder, die als verstörend oder abstoßend erlebt werden könnten.

Ulf Langheinrich
Nach dem Industriedesign Studium, führte er Audioexperimente mit Pfeifenorgeln, Harmoniums und mehreren Bandmaschinen durch und beschäftigte sich hauptsächlich mit der Malerei. 1984 verließ er Ostdeutschland und ging nach Westdeutschland, wo er begann, die Grundlagen seiner künstlerischen Sprache in Malerei, Fotografie und elektronischer Musik zu entwickeln. 1988 zog er nach Wien, wo er seine Tätigkeit in seinem Atelier im WUK (Werkstätten und Kulturhaus) fortsetzte.

1991 gründete er zusammen mit dem österreichischen Künstler Kurt Hentschläger in Wien das Duo GRANULAR-SYNTHESIS. In mehr als einem Jahrzehnt schufen sie monumentale Multimedia-Installationen und Performances wie AREAL (1997-2004), FELD (2000), MODELL 5 (1994-2007), NOISEGATE (1998) oder zuletzt POL (1998-2008).

Seit 2003 produziert Ulf Langheinrich eine neue Reihe groß angelegter Einzelprojekte, darunter PERM (2005), ein interaktiver abstrakter Film, der für das von Jeffrey Shaw entworfene interaktive Kinosystem EVE geschaffen wurde, HEMISPHERE (2006-2016) und LOST (2017), der für eine hemisphärische Leinwand konzipiert wurde, oder LAND, eine stereoskopische Installation im Auftrag der Liverpool Biennale 2008.

Er ist an dem Bildungsprojekt Sup de Sub beteiligt, das vom Kollektiv LFKs und seinem Direktor Jean Michel Bruyère konzipiert wurde und dessen erster Campus im September 2019 in Marseille und im Januar 2020 in Seine Saint Devis eröffnet wurde. Seit 2016 ist er auch künstlerischer Leiter des Festivals CYNETART in Dresden.

www.ulflangheinrich.com

Maria Chiara de’ Nobili
1995 in Neapel, Italien, geboren. Ihren Bachelor of Arts in Contemporary Dance hat sie in Mailand abgelegt, bevor sie nach Israel ging und dort in der Kibbutz Contemporary Dance Company Tänzerin war. Von 2016 bis 2018 arbeitete sie für die Elephant in the Black Box Company unter der Künstlerischen Leitung von Jean-Philippe Dury in Madrid. Ihren Master of Choreography legte sie an der Palucca Hochschule in Dresden ab. Für die Biennale in Venedig choreografierte sie 2018 Rarefiled und 2019 WRAP. In Dresden war zuletzt im Oktober 2019 eine Arbeit von ihr zu sehen: The Answer’s in the Eye.

www.mariachiaradenobili.com

Begrenzte Platzzahl.
Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung der erforderlichen Hygienemaßnahmen im Rahmen von COVID-19 Bestimmungen statt.
Es sind keine Reservierungen möglich – nur Online- oder direkter Kauf an den Vorverkaufsstellen und im Besucherzentrum. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Konzeption, künstlerische Leitung, Musik und audio-visuelle Konzeption:
Ulf Langheinrich

Choreografie: Maria Chiara de’ Nobili
Tänzer*innen: Jasmine Chiu, Tamura Emiko, Yunjin Song, Huang Yu Yuan, Jiamin Zhang

ursprüngliches Konzept: Yubeing Luo & Ulf Langheinrich

Loop-Software: Matthias Härtig

Technische Vorproduktion: Endre Ketzel

Produktion: EPIDEMIC

Dauer: 1 Std. 10 Min.

Die Bühnenproduktion »Vortex« ist eine Ko-Produktion zwischen dem Schauspielhaus Bochum, Le Volcan Le Havre, Le Manège Maubeuge sowie HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden.

Beschreibung

»Vortex« ist ein hybrides Bühnenereignis, das unterschiedliche Künste miteinander reagieren lässt, um neue ästhetische Formen zu generieren. Bei »Vortex« verbindet sich die mesmerisierende Wirkung von Ulf Langheinrichs Licht- und Videowelten mit den energetischen Choreografien der aufstrebenden italienischen Choreografin Maria Chiara de’ Nobili. Wenn die menschlichen Körper sich zusehends im Licht auflösen werden die Zuschauer*innen angestoßen, über eine Bilder- und Mediengesellschaft zu reflektieren, die sich nicht mehr in Unterscheidungskriterien von virtueller und realer Wirklichkeit erfassen lässt.

⚠️ ACHTUNG, STARK BLITZENDE BILDER!!! ⚠️ ⚠️ ATTENTION, HEAVILY FLASHING IMAGES!!! ⚠️



beyond human

»Vortex« startet mit voller Energie, vollem Soundvolumen, gleißendem Licht – als ob sich unvermittelt die Schleuse zur einer rasenden Energie geöffnet hätte. Vier asiatische Performer*innen, die sich – gemäß okzidentaler Stereotypisierungen – wie ein Ei dem anderen zu gleichen scheinen, stehen vor vier beleuchteten Frames in einer Reihe. Diese Lichtobjekte hinter den Performer*innen erscheinen in diesem Moment wie Screens, die das Klischee der objektivierten asiatischen Weiblichkeit in Frames zu rahmen scheinen.
Die von Maria Chiara de’ Nobili choreografierten Bewegungen der Performer*innen wirken unwillkürlich: zuckende Kontraktionen von Oberkörper und Becken, extreme Überstreckungen der Gliedmaßen, schnelle Verschiebungen. Im Ganzen ein intensiver Eindruck von physischer Verausgabung und sinnlicher Präsenz. Es ist von großer Wichtigkeit, dass diese Bewegungen – ungeachtet dessen, dass sie präzise choreografiert sind – nicht aufgesetzt und gemacht wirken. Die Bewegungen werden aus der inneren Energie der Performer*innen entwickelt. Als Referenz dienen Bilder, die an die letzten Tanzenden in einem Technoclub erinnern: Fünf Uhr morgens, halb betäubt und doch aufgeladen mit pulsierender Energie. Zugleich können aber auch Assoziationen auftreten, die eher an die ungerichteten Bewegungen Neugeborener denken lassen, oder sich windende Leiber im sexuellem Klimax, oder unkontrolliert zuckende Körper während eines epileptischem Anfalls. Der Körper in unbewusster Bewegung, der die menschliche Kontrolle übersteigt. Der rationale Geist, so scheint es, wird vom genuin Fleischlichen überwunden, auch wenn die Körper einer seltsamen externen Kybernetik zu folgen scheinen. Das zentrale formale Stilmittel von de’ Nobilis Choreografie sind Loops – Wiederholungsmuster –, die sich allmählich, für die ZuschauerInnen kaum wahrnehmbar verändern. Hinzu tritt in diesem Kontext die klar erkennbare Synchronizität der Bewegungen aller Tänzerinnen, deren Körper damit einer unsichtbaren Technologie unterworfen scheinen. Menschliches und Maschinelles, genauso das Physische und das Digitale, verschwimmen auf diese Weise zusehends.
Das Bühnenlicht, das Licht der Screens und das auf die Körper projizierte Licht soll als, in permanentem Oszillieren verwobener Gesamtlichtkörper erscheinen: fluktuierend zwischen langsamen Wellen und nervösem Flickern, zwischen Schwarz und Weiß.

⚠️ ACHTUNG, STARK BLITZENDE BILDER!!! ⚠️

⚠️ ATTENTION, HEAVILY FLASHING IMAGES!!! ⚠️



beyond body

Am Ende der beschriebenen ersten Phase senken sich die Lichtobjekte (die im ersten Teil wie Screens oder Frames wirkten) ab und erinnern nun eher an Operationstische. Während die menschlichen Körper vom Hals abwärts weitgehend still liegen, bewegen sich nun, abgewandt vom Publikum, lediglich die Köpfe. Diese Bewegungen, die Mimik mit inbegriffen, sind erneut zwischen allen vier Performer*innen synchronisiert. Ein stereoskopisches Kamerasystem scannt die Gesichter, um anschließend in einem granularen Syntheseprozess in Echtzeit ineinander geschnitten und miteinander verwoben zu werden. Das dabei entstehende Bild, das die vier Gesichter miteinander vereint, wird als riesiges stereoskopisches Bild auf eine Leinwand projiziert. Was als Choreografie menschlicher Körper begann, ist nun zur raumgreifenden, übermenschlich großen Projektion geworden. Die vermeintliche Ununterscheidbarkeit der asiatischen Weiblichkeit wird zur tatsächlichen Ununterscheidbarkeit eines digitalen Gesichts, der aus vier menschlichen Gesichtern zusammen gemorpht wurde. Der okzidentale maskuline Blick weicht einer buchstäblichen Projektion, die alle vermeintlich sexuellen Konnotationen der ersten Phase abstreift, und als monströse digitale Phantasie zurückschlägt. Die mit 3D-Brillen ausgestatteten Zuschauer*innen sehen sich mit ihrem eigenen Bildgedächtnis und ihren Projektionen des sexualisierten Exotischen konfrontiert, bis schließlich in einem letzten Schritt alles Körperliche aufgelöst wird: Die 3D-Projektion des vierfachen Gesichts verschwindet allmählich in einem stroboskopischen Lichttunnel, indem die Bilder durch Lichtpulse aus Stroboskopen mit zunehmenden Luminanzamplituden überlagert werden.

beyond image

In den Amplituden dieses Strobe-Lichtflimmerns ist schließlich dieses letzte virtuelle Bild verschwunden; jenseits projizierter Bilder operieren nun Sequenzen aus reinen Lichtimpulsen an der Grenze des Wahrnehmbaren. Sie bilden ein Feld aus reinem Licht, das seine halluzinogene Schönheit am Rand des Erträglichen entfaltet. Im Licht verschwindet der Raum vor den Augen der Zuschauer*innen. Dieser finale Teil der Aufführung leitet sich direkt aus den Forschungserkenntnissen früherer Arbeiten Ulf Langheinrichs wie »Hemisphere« und »Lost« ab, die die Synthese aus stroboskopischen Patterns zu individuellen inneren Bildern im Gehirn untersucht haben. Die hier zu sehenden Bilder entstehen im Auge-Gehirn-System der Besucher*innen – sie differieren also bei jedem Einzelnen. Die zeitlich hochkomplexen Lichtstrukturen können mit konventionellen Video- oder Fotokameras zudem nicht aufgezeichnet werden. Insofern endet »Vortex« in einem im bildlosen Zustand: Was sich jenseits der Bilder in der singulären Wahrnehmung jedes Einzelnen zeigt, lässt sich nicht medial abbilden, mithin nicht dokumentieren. Die Auflösung der repräsentierten Körper erfahren die Zuschauer*innen am eigenen Körper.

Ulf Langheinrichs Projekt ist per se interdisziplinär gedacht und konzentriert sich auf die (immaterielle) Stofflichkeit seiner Gegenstände. Ausgehend von den realen Körpern der Performer*innen, die als stereotype Klischeebilder dargestellt und aufgelöst werden, wird der menschliche Körper in ein Spannungsverhältnis zu dessen digitalen Repräsentationen gesetzt. Mit dem Fokus auf das Digitale, das hier scheinbar als unentrinnbare Zukunft alles Stofflichen gesetzt wird, beginnen die auf der Bühne exponierten Körper sich ins Immaterielle aufzulösen. Ulf Langheinrich will in einer zusehends visuell ausgerichteten Bildergesellschaft den Zwang der Repräsentation überwinden. Die immersive, geradezu viszerale Dimension von »Vortex« verbindet sich direkt mit dem Nervensystem der Rezipient*innen die affektiv, mithin physisch, an der Performance teilnehmen und in dieser Hinsicht eine unmittelbare Erfahrung von Auflösung durchleben. Am Ende steht damit nicht nur die Überwindung des materiellen Bildes im Digitalen, sondern gewissermaßen, die am eigenen Leib erfahrene Überwindung der materiellen Welt schlechthin.

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01.10.-31.10.

tingles & clicks

Interactive Online 3D Sound Experience

Schutzmaske tragen, Sicherheitsabstand einhalten, soziale Kontakte reduzieren und so weiter. Die Social-Distancing-Anweisungen haben uns von Anfang an durch diese globale Gesundheitskrise begleitet. Zwischenmenschliche Berührungen werden zugunsten des Schutzes des Individuums zurückgedrängt. Tingles & Clicks will diese verlorene Körperlichkeit in Auftragsarbeiten, für die herausragende Musiker*innen und Musiker quasi-taktile Erlebnisse schaffen, erforschen und aufleben lassen.

Interaktive Klangarbeiten von Natasha Barrett, Andrea Sodomka, Marco Donnarumma, Svetlana Maraš, kӣr, Ulf Langheinrich und Cam Deas.

Inspiriert von einer Musizierhaltung des minimalen und abstrakten Klanggebrauchs, der Verwendung von Field Recordings und mit Blick auf die ASMR-Bewegung (Autonomous Sensory Meridian Response) entstehen extrem räumliche und intime Hörerfahrungen an jenem Ort, an dem sich die meisten Menschen zuletzt vorwiegend aufgehalten haben beziehungsweise aufhalten mussten: innerhalb der eigenen vier Wände. Mit Computer, Webcam und Kopfhörer kann jede*r in interaktive auditive Ein-Personen-Erlebnisse eintauchen.


Ab gehts

>> Weitere Infos beim Musikprotokoll-Festival.



Arbeiten

Beachcomber
Natasha Barrett

Vor vielen Jahren, als die Aufnahme- und Kompositionstechnik noch der analogen Welt entstammte, gingen die filigranen Klänge, die ich als Teenager einzufangen versuchte, im Grundrauschen unter. Ich erinnere mich noch, wie ich die Klänge einer einsamen Bucht erforschte und dabei ungestört meiner Beschäftigung nachgehen konnte, weil das Meer viel zu kalt war, als dass jemand an den Strand gekommen wäre. Meine Aufnahmen und musikalischen Ideen gingen dennoch kaum über das analoge Rauschen meines technischen Equipments hinaus, so wie sich heute meine Erinnerungen an diese Orte in den hunderttausend Ereignissen der eigenen Vergangenheit verlieren.

In meinem interaktiven Werk für das musikprotokoll 2020 bin ich zu diesen schlichten Klängen zurückgekehrt, habe sie jedoch neu interpretiert, ihnen digitale Aromen beigemischt und sie auch näher herangeholt, um Areale jenseits des Ohrs zu stimulieren. Wer dieses akustische Strandgut aufliest, kann sich selbst finden, die eigene Geschichte erzählen und die eigene Wahrnehmung prüfen und erforschen:

Die Wellen werden dich forttragen,
die Wellen werden dich zurückbringen,
früh im Morgengrauen,
spät in der Abenddämmerung,
den Klängen nachspüren, auf die andere nicht achten,
Seepockenborsten,
Herzmuschelklappen,
eine Wildblume, eine Biene, eine Welle, ein Glas, ein scharfkantiger Stein, grobkörniger Sand, über den der Wind streicht.
Natasha Barrett, Übersetzung: Friederike Kulcsar


Tiefblau und Kristallweiß – Die Farben der Distanz
Andrea Sodomka

Verbotene Reisen, abgesagte Konzerte, keine Studioproduktionen, keine Musiker/innen, um neue Klänge zu finden.

Die Sehnsucht nach dem Meer: aber alle Yachthäfen der Welt sind geschlossen.

So vieles verloren, nur die Erinnerungen und Träume bleiben.


Ich reise mit dem Klang vergangener Reisen an imaginäre Orte und in geträumte Welten.


In Videokonferenzen Kontakt zu Freund/innen halten, ein bisschen Klang improvisieren, Ideen austauschen, es ist nicht wirklich befriedigend. Die Sehnsucht nach draußen, der Welt, dem Austausch, der Berührung bleibt bestehen.

Irgendwie ist der Anker in der Realität verloren gegangen, der Ankerpunkt hat sich verschoben.

Aber arbeite und kommuniziere und empfinde ich nicht eigentlich ohnehin in der virtuellen Welt?


Wenn ich das Fenster aufmache:

Stille, kristallklar wie knisterndes Eis. Kaum Geräusche, die von außen hereindringen, keine Flugzeuge, wenig Autoverkehr. Kein Kindergeschrei vom Spielplatz.


Auf dem Weg in mein Studio bin ich allein in der U-Bahn. Sogar während der Rushhour am zentralen Umsteigebahnhof nur fünf Menschen. Ein Gitarrist mit Schutzmaske erobert den frei gewordenen Platz der U-Bahn-Konzerte und spielt für sich allein.

Wo seid ihr alle? Dunkel kommt die Angst: werde ich für immer allein sein?

Eine verlorene Stadt, eine Stadt zwischen den Zeiten, eine Stadt im Zwischenraum.


Ein fremdartiges, nie gehörtes Klangbild. Nur die Natur klingt gleich, aber lauter.

Andrea Sodomka


Inanis
Marco Donnarumma

Dieses Raumklangstück, das den bezeichnenden Titel Inanis (lat. für „leer“ oder „gehaltlos“) trägt, wurde von der auditiven Erfahrung des Nicht-Hörens inspiriert und thematisiert die technologische Vermittlung von Wahrnehmung. Ausgehend von Donnarummas schwerem Hörverlust, will uns seine Komposition in die Leere des Ungehörten führen. Was nicht gehört wird, ist nicht abwesend: stur und zurückgezogen existiert es in einer sensorischen Dimension, die nicht zugänglich ist, jedenfalls nicht für jeden. Allerdings trifft das auch auf außerkörperliche, halluzinatorische und mystische Erfahrungen zu. Es geht nicht darum, ob ein Phänomen existiert, sondern wie man sich Zugang verschafft.

Inanis besteht in zwei Klangformen, die voneinander abhängig sind, und der Leere, die sich dazwischen auftut und mit technologischen Mitteln erfahrbar gemacht wird. Die eine Klangform ist das Stück, wie es der Künstler mit bloßem Ohr hören würde, also bei einer bestimmten Art von Hörverlust; die andere ist die mit Donnarummas Hörgerät bearbeitete und reproduzierte Komposition, das heißt eine rechnerische Annäherung an die Frequenzen, die er ohne Hilfsmittel nicht hören kann. Was akustisch wie auch konzeptuell zwischen diesen beiden Klangformen liegt, ist die Leere, die Lücke, das Loch, das Ungehörte, das dennoch von anderen gehört werden kann. Gibt es diese Leere ‒ und wo?

Medien: Hörgerätaufnahmen, erweiterte Bassgitarrentechniken, Field Recordings, analoges Feedback Mixing and Dubbing

Mastering: Daniele Antezza im Dadub Studio
Marco Donnarumma, Übersetzung: Friederike Kulcsar


GRÜN GELB
Ulf Langheinrich

Das Material für diese Arbeit ist großteils 2017 bei vielstündigen nächtlichen Arbeitssessions in einem Standard-Environment entstanden. Dieses bestand aus den parallel und über ein Keyboard angesteuerten Synthesizern Roland-MKS80, Oberheim OB-MX, Jomox SUNSYN und Alesis ANDROMEDA-A6.

Mikrotonalität in der Skalierung der per Keyboard aufgerufenen Grundtöne ist der Verteilung von Frequenzen in den Sounds der jeweiligen Instrumente letztlich analog. Aus diesen verschieden driftenden Ebenen entsteht ein Gesamtklang. Er entsteht in einer Soundentwicklungs-Improvisations-Komposition als Gemenge und als vom Autor farbig erlebtes Feld (grün-gelbe Töne, was sehr ungewöhnlich ist), ohne zeitlich und räumlich diskrete Objekte. Eigenschaften oder, besser, Anmutungsqualitäten dieses Feldes sind etwa Viskosität, Temperatur, Dichte oder Leere, aber auch Homogenität, von bleierner Teigigkeit bis zu Bröseligkeit. Diese Beschreibung versucht auf einer Textebene dem genau-intuitiven Erleben und Gestalten gerecht zu werden. Gestalten ist hier nicht Tun mit dem Ziel etwas voranzubringen, sondern einen Raum zu fluten, darin zu treiben und eigentlich zu versinken.

Dabei unterscheidet der intuitiv improvisierende Zugang nicht zwischen Sounddesign und Komposition. Komposition als Formatierung ist die Brille, durch die etwas aus diesen Sessions sichtbar wird. Dadurch, dass es gehört wird, ist es im Rahmen der präzisen Vorgaben einer als interaktiv intendierten Hörsituation organisiert. Die sich im virtuellen Environment drehenden Köpfe erspähen aber keine Event-Nuggets. Kopfschwenken, das sind hier die endlosen Jaktationen der Kinder der Nacht.

Ulf Langheinrich


L'ampleur du souffle
Svetlana Maraš

Aufgrund der Pandemie sind wir gezwungen, mehr Zeit in unseren privaten Räumen zu verbringen, in Innenräumen, wo uns ständig Mauern die Sicht versperren. Weites, offenes Land, frische Luft und unberührte Natur liegen für die meisten von uns, die wir in der Stadt leben, in unerreichbarer Ferne, dennoch sehnen wir uns danach, haben wir immer noch diese unbestimmte Sehnsucht nach einer Art ultimativen Befreiung. Dadurch rückt unser Raumgefühl in den Vordergrund, es ist in unserem Leben mit einem Mal so präsent, dass wir Alternativen durchzuspielen beginnen, indem wir entweder renovieren und die Möbel umstellen oder vom Reisen träumen. In der Musik ist es dank neuester Technologien und avancierter Kompositionstechniken möglich, rasch zwischen alternativen Räumen hin und her zu wechseln. Indem wir den Raum mit Klang modellieren, können wir eine fiktive Realität erschaffen, die das Ohr fasziniert und den Geist beflügelt, wobei wir die uns umgebenden Wände umgehen.

Atmen bedeutet, einen bestimmten Raum zu aktivieren. Kurze Atemzüge, tiefe Atemzüge, letzte Atemzüge oder lustvolle – jede dieser Atemweisen evoziert natürlich gewisse Bilder und Gedanken. Der Atem ist auch eine Voraussetzung für die Stimme, für das gesprochene Wort. Er ist Ausgangspunkt und Grundlage jeder physiologischen und philosophischen Aktivität und wesentlich für alles, was wir sind und was wir tun. Dennoch ist heutzutage nicht nur unsere Atmung beeinträchtigt: frische, saubere Luft ist zu einer gefährdeten Ressource geworden.

Die Musikalität dieser Konzepte schafft einen Rahmen, den ich mit einer Reihe von sich kontinuierlich verändernden Hörsituationen füllen konnte. Die ständige Fluktuation und Transformation des musikalischen Materials soll das Ohr stimulieren – allerdings nicht dazu, sich anzupassen, es soll vielmehr offen und empfänglich für die inhaltliche Heterogenität sein, wie auch der Geist dazu animiert werden soll, es dem Ohr gleichzutun.

Svetlana Maraš, Übersetzung: Friederike Kulcsar


Listening Heterotopias
kӣr

Wir sind ständig von Tönen, Geräuschen, Sounds umgeben, wir nehmen sie wahr und produzieren sie. Jede Handlung, die wir ausführen oder die auf uns einwirkt, hinterlässt eine Spur, die ebenfalls klangliche Komponenten enthält – nur ein winziger Bruchteil davon wird aufgezeichnet, den Rest versuchen wir zu reproduzieren oder wiederzugeben, indem wir uns auf unser Wissen von geschriebener und mündlich überlieferter Geschichte stützen und viel mehr noch auf unsere Vorstellungskraft verlassen. In unserer Phantasie greifen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinander. Es steht uns frei, Subjekte und Objekte ins Spiel zu bringen und mit Sounds zu jonglieren, die von dieser Welt sein können oder auch nicht. Unsere Phantasien können rein privat sein, sie können aber auch mit anderen geteilt werden, sei es als Kunstwerke oder als Werkzeuge zur Schaffung alternativer Realitäten dessen, was wir als objektive Wahrheiten empfinden. Die daraus resultierende Verunsicherung und Ungewissheit lässt uns die Gegenwart (und Vergangenheit) mit ganz anderen Augen sehen und beeinflusst die Art und Weise, wie wir interagieren.

Die Plattform Tingles & Clicks bietet die interaktive Möglichkeit, durch drei verschiedene Klangsektoren, d.h. alternative Realitäten, zu gleiten und dafür sechs verschiedene Klangobjekte zu nutzen, die den Eindruck plastischer Körperlichkeit verstärken sollen. In meinen Listening Heterotopias nehme ich dieses Konzept auf und präsentiere im Hörspiel-Format drei achtminütige Versionen einer nicht näher bestimmten historischen Episode. Die erste erzählt die „wahre“ Geschichte, die zweite zeigt die „Verlierer-Seite“, die dritte ist reine Fiktion. Auf sehr haptische Weise wird symbolisch nachgebildet, wie für uns und von uns Wirklichkeiten konstruiert werden, gleichzeitig soll aber auch vermittelt werden, dass es in der Welt, in der wir leben, keine endgültigen Wahrheiten gibt.

Bane Jovančević (kӣr), Übersetzung: Friederike Kulcsar


Milieus & Rhythms
Cam Deas

Dieses Werk wurde als eine physische Installation konzipiert, in der man sich frei bewegen und verschiedene Klangquellen und Geschwindigkeiten kombinieren kann. Ich wollte einen Raum schaffen, in dem übereinandergeschichtete generative Patterns, die insgesamt ein Chaos wären, miteinander verbunden sind und in dem man via Webcam-Tracking-System bestimmte Verbindungen wählen kann.

Da das Projekt ein simulierter Raum ist, verwendete ich fast ausschließlich physikalisch modellierte Klänge: synthetisierte perkussive Klänge, die sich ähnlich verhalten wie die auf einem akustischen Instrument produzierten und auch dementsprechend klingen. Das Stück besteht aus Schichten von generativen Rhythmen in reiner Stimmung, die sich über acht Minuten aufbauen. Es gibt eine Grundschicht mit einem ununterbrochen fortlaufenden Ton, um das Ganze atmosphärisch einzufärben, alle anderen Schichten laufen in verschiedenen Tempi ab, deren Verhältnisse genauso berechnet werden wie die Intervalle zwischen den Tönen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Grade rhythmischer Phrasierung: kleinere Verhältnisse für einfache Intervalle (zum Beispiel 3:2 für eine reine Quinte) erzeugen einen einfachen Polyrhythmus, während komplexere Verhältnisse in Richtung rhythmischer Dissonanz tendieren, sodass man der Struktur eines Musters vielleicht nicht mehr folgen kann, aber weiterhin das Gefühl hat, dass die Patterns miteinander verbunden sind. Würden alle Teile gleichzeitig gespielt, wäre das Stück nicht zu entschlüsseln. Wenn man aber bestimmte Verbindungen kombinieren kann, steht der Erforschung dieser sich überlagernden unterschiedlichen Geschwindigkeiten und der einfachen oder komplexen Muster, die dabei entstehen, nichts im Weg.

Cam Deas, Übersetzung: Friederike Kulcsar



Hier gehts zum Audiosystem



Credits

Mit Auftragskompositionen von Natasha Barrett, Andrea Sodomka, Marco Donnarumma, Svetlana Maraš, kӣr, Ulf Langheinrich und Cam Deas.

Ein Projekt von ORF musikprotokoll.

Konzept, Produktion: Fränk Zimmer. IEM – Koordination: Robert Höldrich, IEM – Technische Entwicklung: Matthias Frank und Franz Zotter.

Die Komposition von Svetlana Maraš ist im Auftrag von depart.one entstanden.

In Kooperation mit dem IEM – Institut für Elektronische Musik und Akustik der Kunstuniversität Graz, SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe.

Gefördert durch das Programm »Creative Europe« der Europäischen Union.



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Sa 10.10. 20:00 Uhr

Ya-Wen Fu »Metamorphose«

Ya-Wen Fu / Charles Washington
in Zusammenarbeit mit Daniel Romero & Bert Palm

Erstaufführung

Interaktive Sound-Installation und Performance

GEH8 Gehestraße 8, 01127 Dresden openstreetmap

Freier Eintritt

Kontaktdatenaufnahme: Name & E-Mail-Adresse bei guestident eingeben, Screenshot des QR-Codes machen, diesen mitbringen. Der QR-Code kann immer wieder zu ALLEN Veranstaltungen verwendet werden, die Guestident nutzen. Oder Daten vor Ort dann eintragen. Wir sehen die Daten nicht. / Mundschutz: empfohlen, aber keine Pflicht.


Extra: So 11.10. »Ein besonderer Brunch mit Ya-Wen Fu« 11:00

Unser Körper ist von Kultur und Gesellschaft geprägt und widerspiegelt diese. Haltung zeigen ist auch durch Körperhaltung sich zeigen. Was tragen wir in uns und was mit uns herum. Wie gehen, stehen oder werfen wir? Bewegung, Torture und neuerdings KI beschäftigt sich damit und seit vielen Jahren auch die in Leipzig lebende taiwanesische Künstlerin Ya-Wen Fu.
Berichte über ihren Researchprozess oder das Durchdeklinieren des künstlerischen Instrumentariums (Metall, Holz, Leder, Acrylglas, Motor, Sensor, die Meisterin höchst selbst, dazu ein hilfreicher Kollege sowie Publikum) sagen nichts über das eigentlich Berührende Ihrer Arbeit. Ihre gänzlich unsentimental aseptischen Labore sind Medienräume, in denen Riemen Vektoren werden, und Screens und andere Artefakte der Medienkunst herumstehen wie die Objekte in den Landschaften Yves Tanguys, sinnlos bedeutsame Fetische der Medienkunst. Ya-Wen Fu wird eine ihrer wunderbaren Beckett-Bondage Konstruktionen tragen und bedrängt von diesem neuen Gespinstapparat wird erst ihre gewohnte Haltung verändert und dann unsere auch.

Ya-Wen Fu wurde 1980 in Taiwan geboren und lebt und arbeitet mittlerweile in Taiwan, Berlin und Leipzig, wo sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst ihren Meisterschülerabschluss in der Fachklasse für Medienkunst erhielt. Den Schwerpunkt von Ya-Wen Fu's Arbeit bildet das Verhältnis von Körper und Raum. Mit diesem Verhältnis befasst sich die Künstlerin nicht nur auf dem Wege der Darstellung von Individuen in ihrer Umgebung, vielmehr verortet sie es innerhalb eines differenzierten Konzepts und nimmt eine kritische Analyse des Individuums im Raum vor. Sie thematisiert den Raum, in dem wir fühlen und handeln, den Raum, in dem das wahrnehmende Ich existiert, und geht der Frage nach, wo die Grenzen zwischen Individuum und Umgebung verlaufen.

Im Rahmen des CYNETART Festivals 2018 hat das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) in Kooperation mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden) das Artist-in Residence-Stipendium an Ya-Wen Fu für die Umsetzung ihrer künstlerischen Arbeit »Ein verwandelter Wurf« vergeben. Nach einer Artist-Residency an der TMA Hellerau in 2019, wird die finale Arbeit nunmehr im Kunstraum GEH8 und im Anschluss auf der POCHEN Biennale Chemnitz sowie im Städtischen Kunstmuseum Taipeh erstmalig präsentiert.

Die öffentliche Präsentation wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie dem Ministerium für Kultur Taiwan.

Unser persönlicher Dank gilt chin chin pottery Tainan und Studio Perkūnas Kaohsiung City.

http://www.bearfuinberlin.com/

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GEH8 Ministerium für Kultur Taiwan Kulturstiftung des Freistaates Sachsen




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Dienstag 13. Oktober 2020, 20 Uhr MEZ

»AIDOL 爱道« (online)

Lawrence Lek

CGI-Fantasie-Film

Movie stream & interview. 120 min

Einführungs-Talk zwischen Mary Maggic & Lawrence Lek

Online, mit Geheimlink

"Seht Euch vor Euren Fans vor, Diva. Erst brauchen sie dich und später löschen sie dich. "

SHOW: Dienstag 13. Oktober 2020, 20 Uhr MEZ; auf Spendenbasis

online aidol.cynetart.org bis Sonntag, 18.10., 23:59 Uhr

Mit einer vom Künstler geschriebenen und orchestrierten Partitur erzählt diese computergenerierte Fantasie die Geschichte eines verblassenden Superstars, der Diva, die einen aufstrebenden KI-Songwriter engagiert, um beim olympischen eSports-Finale 2065 ein Comeback zu feiern. AIDOL dreht sich um den langen und komplexen Kampf zwischen der Menschheit und der künstlichen Intelligenz und spielt in einem Reich von fantastischer Architektur, empfindungsfähigen Drohnen und schneeverwehten Dschungeln. Dem Ruhm - in all seiner Anziehungskraft und Leere - stehen die größeren Widersprüche einer Post-KI-Welt gegenüber, einer Welt, in der Originalität manchmal nicht mehr als ein algorithmischer Trick ist und in der Maschinen die Fähigkeit zu Liebe und Leid besitzen.
AIDOL ist die Fortsetzung von Geomancer aus dem Jahr 2017.

Lawrence Lek

Lawrence Lek ist ein in London lebender Künstler, Filmemacher und Musiker, der virtuelle Welten, Simulationen und Soundtracks kreiert. Er verwendet fortschrittliche Technologien, wie computergenerierte Bilder, virtuelle Realität, 3D-Animation und Spielesoftware sowie Installation und Performance, um digitale Umgebungen zu simulieren und zu entwickeln, die der Künstler als "dreidimensionale Collagen aus gefundenen Objekten und Situationen" beschreibt. Indem er reale Orte innerhalb fiktionaler Szenarien wiedergibt, spiegeln seine digitalen Welten den Einfluss des Virtuellen auf unsere Wahrnehmung der Realität wider.

Mary Maggic

Mary Maggic is a non-binary artist working within the fuzzy intersections of transfeminist hacking, body/gender politics, and eco-alienations. Maggic's most recent projects Open Source Estrogen generate DIY protocols for the extraction and detection of hormones from bodies and environments, demonstrating their micro-performativity and potential for increased body autonomy. They hold a MS in Media Arts and Sciences from MIT Media Lab, and have exhibited internationally including Philadelphia Museum of Art (US), Science Gallery London (UK), Haus der Kulturen der Welt (DE), Jeu de Paume (FR), and Institute of Contemporary Arts London (UK). Maggic is a recipient of the Prix Ars Electronica Honorary Mention in Hybrid Arts (2017) and a 10-month Fulbright research award in Yogyakarta, Indonesia (2019).

https://lawrencelek.com/

https://soundcloud.com/lawrencelek
https://vimeo.com/lek
https://shapeplatform.eu/artist/lawrence-lek/
Lawrence Lek in conversation with Steve Goodman

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»Micro Loop Macro Cycle«

Aloïs Yang

Installation & Konzert

Galerie

Do 15.10. 20 Uhr, Installation
Fr 16.10. 18 Uhr, Installation
Sa 17.10. 16 Uhr, Installation
Sa 17.10. 19 Uhr, Konzert

Spielort: C. Rockefeller Center for the contemporary Arts openstreetmap

Eintritt auf Spendenbasis

"Micro Loop Macro Cycle" ist eine Reihe von Installations-, Performance-, Video- und Digitalveröffentlichungen, die das Umweltkreislaufsystem durch Studien verschiedener Wasserzustände untersucht. Sie lädt uns ein, unsere Interdependenz mit dem Element Wasser, der Technologie und der natürlichen/künstlichen Umwelt zu betrachten.

Der Klang ist das primäre Material dieses Projekts, er wird als Kommunikationsmedium verwendet, das umfassende klangliche Informationen über die dynamischen Zustände der Gegenwart und des Raumes offenbart, sowie als Instrument der Reflexion und Verkörperung des eigenen Selbst im Inneren.

Neben Wasser die häufigste Substanz auf der Erde, die Leben trägt und in fast allen biogeochemischen Kreislaufsystemen vorhanden ist. Aus diesem Grund ist Wasser in hohem Maße mit seinen Umgebungsbedingungen verbunden: von großräumigen Umweltveränderungen bis hin zu Veränderungen auf molekularer Ebene, von Energiewellen bis hin zu Verschiebungen chemischer Substanzen. Durch diese Begriffe und die Beobachtung von Wasser gewinnen wir Erkenntnisse über systematische Wechselwirkungen. Es liefert Messungen und Zusammenhänge, die unsere Beziehung zur Natur aufzeigen.

Im Mittelpunkt dieses Projekts steht die Darstellung, wie ein winziges Ereignis - ein Wassertropfen oder ein Geräusch von brechendem und schmelzendem Eis - in einem bestimmten Kreislaufsystem Rückkopplungsschleifen erzeugt, die schließlich als Ganzes betrachtet werden können. Und auch, wie jeder Aspekt innerhalb des Systems mit anderen verbunden ist und in der Lage ist, das Gesamtbild für sich allein zu enthüllen.

Mit Hilfe maßgeschneiderter Software und Sounddesign beginnt eine Kettenreaktion aus dem Klang eines Tropfens, der verstärkt wird, um einen ganzen Raum zu füllen, der mit einem Mehrkanal-Tonsystem ausgestattet ist. Zwei in der Mitte des Raumes platzierte Mikrofone fangen den Klang der Lautsprecher in Bezug auf bestimmte Positionen und Bewegungen ein, die aus der Gravitationswechselwirkung mit dem hängenden Eis entstehen. Es entsteht schließlich eine akustische Rückkopplungsschleife, die dieses Fragment der Realität beschreibt.

Dieses einzigartige Klangereignis - das Ergebnis der Verbindung zwischen Lufttemperatur, Feuchtigkeit, physikalischen Materialien, architektonischen Merkmalen und der Anwesenheit von Zuschauern - wird dann in den Unterwasserlautsprecher im Inneren des Schiffes eingespeist.
Von Schallwellen bis zu Wasserwellen, von großräumigen Luftschwingungen bis zu kleinen physischen Bewegungen - greifbare Manifestationen der Zeit: suggeriert durch den Wasserstand. Und der Raum: als cymatisches Muster, das räumliche Informationen offenbart.

Aloïs Yang, 1986 in Frankreich geboren und in Taiwan aufgewachsen, ist Medienkünstler, Performer und Experimentalmusiker. Sound ist für ihn das Ausgangsmaterial für die Erforschung unserer Wahrnehmung von Raum und Zeit ‒ sowohl auf der Ebene der äußeren physischen Welt wie auch unseres inneren „metaphysischen Bewusstseins“ –, wobei sich im Klang auch manifestiert, wie wir die sich überlagernden Realitäten zwischen Körper und Geist, objektiver Erklärung und subjektiver Projektion, analog und digital, der Gewissheit und dem Unbekannten in einen Kontext einbinden und interpretieren. Um die Trennung der Kunstformen und Genres zu überwinden, verfolgt Yang einen integrativen Ansatz, wie er sich auch unterschiedlicher Ausdrucksmedien bedient, von interaktiven Installationen bis hin zu spekulativem Design und audiovisuellen Live-Performances.

https://www.aloisyang.com/
https://shapeplatform.eu/artist/alois-yang/

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C. Rockefeller Center for the contemporary Arts Depart.One SHAPE
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Ministerium für Kultur Taiwan





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Galerie

»Flora Self«

Katharina Groß

Installation & Performance

Do 15.10., 20 Uhr, Installation
Fr 16.10., 18 Uhr, Installation
Sa 17.10., 16 Uhr, Installation
Sa 17.10., 19 Uhr, Konzert

Spielort: C. Rockefeller Center for the contemporary Arts openstreetmap
Eintritt auf Spendenbasis

Flora Self ist eine Pflanzengenerierte Soundinstallation.

neue raeume; hat ein Device gebaut, mit dem der elektrische Leitwert von Pflanzen gemessen, in MIDI-Noten übersetzt und durch einen Synthesizer interpretiert wird. Auf diese medientechnologische Weise wird die Vitalität der Pflanzen sonifiziert. In diesem künstlerischen Beobachtersystem wird der Zusammenhang von Pflanzengenerierten Klängen, physiologischen Prozessen und Umweltbedingungen untersucht und die medienökologischen Wechselwirkungen der menschlichen, technologischen und pflanzlichen Spezies wahrnehmbar. Die ästhetische Dimension der medialen Situation offenbart die Lebensumstände eines durch die veränderten klimatischen Bedingung unter Druck geratenen Pflanzenwelt. Denn durch umweltliche Reize – wie Trockenstress oder menschliche Berührung – ändert sich der Leitwert der Pflanze und damit der Sound. Besucher*innen können durch Berührung der Pflanzen die Soundlandschaft interaktiv beeinflussen.

Die Künstlerin und Forscherin Katharina Groß wird in ihrer Live-Performance eine Mediation und Visionierung anleiten, die durch die geheime Pflanzenwelt, deren Intelligenz und Sensitivität führt. Sie entwirft basierend auf historische Pflanzengesprächen und Experimentalanordnungen ein Erzählung von zukünftigen lebendigen und technologischen Infrastrukturen, die auf Beziehungen der Fürsorge, des Respekts und der Interdependenz beruhen.

Katharina Groß ist eine in Dresden lebende Künstlerin und medienwissenschaftliche Forscherin. In ihren Texten, Installationen und Performances beschäftigt sie sich mit dem Unsichtbaren, dem Latenten, Unbestimmten und Ambivalenten in intimen Systemen und techno-ästhetischen Ereignissen. Inspiriert von soziotechnologischen Wechselwirkungen, Technikgeschichte und Medienökologien konzentriert sie sich derzeit auf Prozesse die unterhalb, außerhalb oder unabhängig von menschlichen Wahrnehmungsgewohnheiten liegen, diese jedoch transformieren. Groß untersucht, wie jeweils das Mediale ein Sinngefüge nicht nur überträgt, sondern auch filtert und mitkonstituiert. Dabei überlagern sich das Virtuelle und Physische durch (Re-)animation persönlicher wie umweltlicher Daten, wobei die Grenzen zwischen Fiktiven und Aktuellem zerfließen.

Groß ist Mitbegründerin der Kollaboration neue raeume;, deren Fellows das Interesse verbindet, technologische Entwicklungen künstlerisch, spielerisch und kritisch zu befragen. In wechselnder Besetzung arbeitet neue raeume; als ein selbstorganisiertes und interdisziplinäres Team und erprobt und erforscht die künstlerisch-technischen Möglichkeiten in Software für virtuelle Umgebungen und Sensortechnologie.

credits: Björn Bergelt (Hardware-developer), Marcus Degenkolbe (Arduino-Software-developer), Peteris Ziepel (Audio engineering)

Flora Self Meditation

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Do, 15.10., Fr, 16.10., Sa 17.10., 20:00 Uhr

»CACHE/SPIRIT«

Animistic Beliefs & Jeisson Drenth

Installation

Erstaufführung

objekt klein a objekt klein a | Meschwitzstraße 9, 01099 Dresden openstreetmap

Registrierung mit Ticket hier

Galerie

CACHE/SPIRIT ist das eigenartige uneheliche Kind von Animistic Beliefs und dem Medienkünstler Jeisson Drenth. Ursprünglich in Gesprächen in Rotterdam konzipiert, lebt dieses Projekt heute als ein digitales Netzwerk von Ideen und Dateien, die sich in verschiedenen Konfigurationen manifestieren. CACHE/SPIRIT ist ein Raum, in dem das Studium des "Selbst" und des "Anderen" auf eine avantgardistische audiovisuelle Produktion trifft, bei der eine reiche Sammlung von Techniken, Instrumenten, bewegten Bildern und Sprachen aus verschiedenen Zeiten und Gebieten zum Einsatz kommt.

Dieser nächste Teil von CACHE/SPIRIT präsentiert die Entwicklung der Live-A/V-Show der drei Künstler*innen vom Ereignis zum lebenden und atmenden Artefakt. Sie bringt eine umfangreiche Sammlung verschiedener Techniken für den künstlerischen Ausdruck zusammen, mit denen die drei gerne arbeiten. Drum machines und Synthesizer erschaffen neue Klangwelten; (un)bearbeitete Gespräche und Schriften informieren bewegte Bilder; das Ausgraben der Geschichte der Vorfahren des Künstlers prägt ihre Lebensweise. Das Projekt führt sowohl die Künstler als auch ihr Publikum in verschiedene Sprachen und Instrumente ein, z.B. vietnamesische und kolumbianische Schriften, auf den Maluku-Inseln heimische Perkussionsinstrumente und zeitgenössische Bildproduktionstechniken wie visuell ähnliche Bildsuchalgorithmen und 3D-Scanning. Diese sowohl technischen als auch emotionalen Forschungswege treffen physisch in einem Design aus Videoprojektion und mehreren Palmtop-Computern zusammen - ein Raum, den ein neues Publikum besuchen, (un)lernen, bewegen und (un)verbinden kann.

CACHE/SPIRIT mit seinem sowohl frenetischen als auch kontemplativen Charakter verbindet Animistic Beliefs außerweltliche Klänge mit Drenths einzigartiger visueller Sprache der Techno-Spiritualität. Es ist eine warme Einladung in die Köpfe dreier verschiedener Künstler, die leidenschaftlich versuchen, der sichtbaren und unsichtbaren Welt einen Sinn zu geben.

CACHE/SPIRIT [Installation] Erstpräsentation ist eine Auftragsarbeit der depart.one

Linh Luu und Marvin Lalihatu sind Animistische Überzeugungen, ein DJ- und Produzent*innen-Duo für futuristische Clubsounds aus Rotterdam. Beide setzen eine protofuturistische Spürbarkeit in ihrer künstlerischen Arbeit ein, indem sie fesselnde, okkulte Strukturen einbauen, diese verdrehen und verzerren. Zusammen mit den New-Media-Künstlern Jeisson Drenth arbeiten sie zu dritt an den Ausdruckswelten der Arbeit "CACHE/SPIRIT".

Marvin Lalihatu erhielt seinen BA in Musik und Sounddesign an der Rotterdamer Akademie für Popmusik, bevor er Elektrotechnik an der Fachhochschule Rotterdam studierte. Seine Arbeit basiert auf seinen Erfahrungen als molukkisch-niederländischer Exzentriker in Rotterdam, der zwischen einer Vielzahl von Kulturen und seinem Leben als Teenager in der Y2K-Ära steckte.
Als Teil des Techno/Elektro-Duos ANIMISTIC BELIEFS hat sich Marvin Lalihatu von den Rave-, Blubber- und Fluxwork-Szenen sowie von Sozialanthropologie, Mode, Politik und neuen Medienkunstformen inspirieren lassen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen möchte er nun seine Forschung und seine Arbeit als XAKALELE ausweiten und sich dabei auf sein indigenes molukkisches Erbe sowie auf den pulsierenden Schmelztiegel der Musikszenen in den Niederlanden und weit über Europa hinaus konzentrieren.

Linh Luu erwarb ihren BA in Freizeitmanagement und Eventproduktion an der Willem De Kooning Academy, bevor sie als Künstlerin in die Musikszene eintauchte. Ihre Arbeit erzählt eine Geschichte über die Herausforderung von Selbstakzeptanz und Identität, wobei sie sich von Punk, frühem Hardcore und 00s R&B inspirieren lässt.
Als Hälfte des Techno/Elektro-Duos ANIMISTIC BELIEFS erkundet Linh Luu ihre chinesisch-vietnamesischen Wurzeln und drückt ihre (Bi)Sexualität durch eine Kombination aus Rhythmen, Gesang, visuellen Bildern und Mode aus. Mit ihrem neuen Projekt rbf.linh spielt sie mit dunklen und ungeschliffenen Tanzbodenklängen als Protest gegen asiatische Frauenstereotypen.

Jeisson Drenth ist ein Medienkünstler, der sich experimentellen Beiträgen zur zeitgenössischen visuellen Kultur verschrieben hat. Seine laufenden Forschungen werden sowohl in Auftrags- als auch in selbst initiierten Projekten umgesetzt, die in verschiedenen Online- und Offline-Erfahrungen einem unterschiedlichen Publikum zugänglich gemacht werden. In dem Bemühen, der sichtbaren und unsichtbaren Welt einen Sinn zu geben, bringt Jeisson Texte in Schrift und Sprache, Daten, Poesie und zahlreiche Bildproduktionstechniken zusammen.

https://soundcloud.com/animisticbeliefs
http://www.jeissondrenth.com/

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So 18.10. 14:00 - 17:00 Uhr

»CYNETART Deep Surroundings«

Konzerte von Svetlana Maraš, Simina Oprescu & Hugo Esquinca; Live Digital Performance Lecture: Kiraṇ Kumār

Festspielhaus Hellerau, Großer Saal openstreetmap

17/8 € (Tagesticket) Karten-VVK

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Konzeption: depart.one & Ulf Langheinrich

Ablauf:

14:00 Hugo Esquinca (intervention / live)
14:15 Simina Oprescu
15:00 Svetlana Maraš (4 channel)
15:15 Pause
16:00 Kiraṇ Kumār (3D / live)

Hugo Esquinca

Erstaufführung



Interventionen von unbestimmtem Zeitrahmen, die in Digital-Analog-Systemen durchgeführt werden, angepasst an einen gegebenen Satz von Audioverstärkungsgeräten und die akustischen Eigenschaften des Ortes Festspielhaus Hellerau. Vorzugsweise bei hohem Schalldruckpegel ausgeführt.

(kurzes und dichtes moduliertes Rauschen / Rückkopplung (max. 10 Min.)

Hugo Esquinca, geboren 1990 in Mexiko City, konzentriert sich - als Intervention - in Klangforschung auf die Erforschung verschiedener Grade der Exposition gegenüber unregelmäßigen Verarbeitungstechniken, unbestimmten Vorkommnissen, spektraler Verschlechterung, abrupter Irritation, dem Potential unfreiwilliger Modifikationen, undurchsichtiger Funktionsweise und übermäßiger Verstärkung.
Seine Arbeit wurde in verschiedenen Kontexten präsentiert, z.B. im Stedelijk Museum (Amsterdam), im Nationalen Zentrum für Zeitgenössische Kunst NCCA (Moskau), in der Fondazione Antonio Ratti (Como) und im Schloss für Zeitgenössische Kunst Ujazdowski (Warschau), Ploschad MIRA für Moderne Kunst - Sibirien (Krasnojarsk), A4 (Bratislava), Goethe Institut (Athen), MAYHEM (Kopenhagen), Aalto Universität (Helsinki), BEARS (Osaka), Haus der Kulturen der Welt und Berghain (Berlin).

dekj.org

So 18.10.
14:00 Uhr, Festspielhaus Hellerau, Dalcroze-Saal openstreetmap
17/8 € (Tagesticket) Reservix-VVK

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Simina Oprescu
»The Hidden Environment - The feeling of the cave«



So 18.10.
14:00 Uhr, Festspielhaus Hellerau, Dalcroze-Saal openstreetmap
17/8 € (Tagesticket)
Reservix-VVK

Es sind stets zwei Welten, in denen wir uns bewegen, wir sind mit all den anderen Menschen verbunden, trotzdem erleben wir die Geschehnisse um uns herum auf jeweils ganz unterschiedliche, individuelle Art und Weise. Gerade in Zeiten der Isolation, in denen man auf sich selber zurückgeworfen ist, wird diese Gespaltenheit mitunter schmerzlich bewusst. In The Hidden Environment. The Feeling of the Cave schlägt Simina Oprescu eine Brücke zwischen dem Inneren und dem Äußeren, diesen beiden Lebensrealitäten, die sich in permanenter Veränderung befinden. Als Werkzeuge dienen der Künstlerin unsere diversen technologischen Erweiterungen ebenso wie spezielle Vokaltechniken, die das Innerste zum Schwingen bringen.

Simina Oprescu ist eine Komponistin, Video- und Mixed-Media-Künstlerin, die seit drei Jahren in Bukarest lebt und sich voll und ganz auf Klang und Komposition konzentriert. Im Jahr 2015 schloss sie ihr Studium an der Abteilung für Fotografie und dynamische Bilder an der Nationalen Kunstuniversität in Bukarest ab und im Zeitraum 2017-2018 absolvierte sie ein Jahr in der Abteilung für akusmatische Komposition am Königlichen Konservatorium in Mons, Belgien.

Die Künstlerin konzentriert sich auf mehrere Konzepte, angefangen bei der Analyse, wie sich das Standbild und das bewegte Bild gegenseitig verstärken*, wobei sie sich dafür interessiert, wie die Tiefe des Hintergrunds als Werkzeug zur Umgestaltung unserer Wahrnehmung der Umgebung und der Bewegung genutzt werden kann; bis hin zur Verwendung von Ton als Ausdrucksmittel, mit oder ohne Bild als konstitutionelle Umgebung (*wie Ton und Stille). Die Künstlerin verwendet in ihren Kompositionen verschiedene Instrumente, "Klangobjekte" und digitale Programme, und setzt Klang als Experiment und als tiefes Verständnis des Selbst und der Umgebung ein. Sie interessiert sich auch für die Möglichkeiten, Klang (und Rhythmus) in visuelle Umgebungen (intern** oder extern) zu integrieren, und für die Fähigkeit des Klangs, das Verständnis des Bildes radikal zu verändern: "Am Anfang war der Ton im Vergleich nach Bild...."

**Gedanken, Ängste, Stimmungen, Synästhesie.

Die verborgene Umwelt - Das Höhlengefühl - Wir sind alle miteinander verbunden, doch auf einer tieferen Ebene leben wir und erleben wir die Ereignisse auf demselben Planeten in unterschiedlicher Art und Weise. Wie Andy Clark und Donna Haraway argumentierten, sind wir alle auf natürliche Art geborene Cyborgs, was bedeutet, dass wir dazu fähig sind, Veränderungen herbeizuführen und Erfindungen zu vollführen, indem wir die Technologie als Mittel einsetzen, um die verborgene Umwelt unseres Verstandes und unserer Zukunft zu erforschen und zur Entfaltung zu bringen. Es wird angenommen, dass der Einsatz der menschlichen Stimme – beispielsweise zum Singen, Skandieren oder Gurgeln – eine Heilungsmethode durch die Beanspruchung des Vagus – des Trauma-Nervs schlechthin – sein kann. Beim Reflektieren über das Trauma kam mir dieses von allen Menschen mehr oder weniger geteilte Gefühl in den Sinn, nachdem die alten Weltanschauungen nicht mehr tragbar seien; stattdessen erfinden wir Formen der Selbstwahrnehmung und der Kommunikation immer wieder neu – völlig auf sich selbst gestellt. Während die Neuerfindung einen stabilen Bezugspunkt aufweist, befinden wir uns in einer schizoiden Dichotomie zwischen der alten und der neuen Umwelt. Die Auseinandersetzung mit diesem Gefühl rief mir zwei Konzepte in Erinnerung, die ich in Leo Frobenius’ „Paideuma“ entdeckt hatte: das „Weitengefühl“ und das „Höhlengefühl“ – womit die Möglichkeiten der Weltauffassung als ein Lebensgefühl der „Weltweite“ bzw. der „Welthöhle“ bezeichnet werden. Das „Höhlengefühl“ sei durch die „Enge des Bewusstseins, ständige Beklommenheit, Unfreiheit und deshalb Fatalismus, ununterbrochener Druck“ gekennzeichnet, und dieser ununterbrochene Druck führe von Zeit zu Zeit zu „in der Form des Fanatismus [sich] entladenden Explosionen. Hingegen drängten „Sehnsucht und Unendlichkeitsempfindung nach aufbauenden Taten“, „überzeugender Schaffensdrang und selbstverständlicher Freiheitsjubel“ seien Ausdrucksformen der „Weltweite“. Beide Grundanschauungen seien „nichts als Äußerungen der Seelenart“ – sogenannte „innere Klänge“, die wir als Teil des Bewusstseins und Unterbewusstseins wahrnehmen, ähnlich einer inneren Stimme, aber dennoch unterschiedlich. Hier befinden wir uns in der Dualität Seelenraum – Lebensraum. Ein Volk, dessen Seele die Dimension des „Höhlengefühls“ besitzt, könne „wohl ein Jahrtausend und auch mehr von einem andern beherrscht und während dieser Zeit über die Enge seines seelischen Daseins hinweggetäuscht“ werden; es könne aber „in Wahrheit selbst niemals andere beherrschen, ohne sie zu zerstören“. Nur das „Weitengefühl“ könne zu „gesunder Bildung, zur Ausbildung eines sich dehnenden Kulturorganismus, zur Entwicklung der Arbeit, die ihren Lohn in sich selbst findet, zur Tat im Sinne des Aufbaus“ führen. Diese verborgene Umwelt bevölkern folglich Ungeheuer, Engel, Schatten, Hoffnungen und Mysterien – die umfassende Vielseitigkeit des Denkens in Schallgeschwindigkeit.

www.siminaoprescu.com/Bio

https://soundcloud.com/siminaoprescu
https://vimeo.com/siminaoprescu
https://www.facebook.com/siminaop
https://www.instagram.com/siminaoprescu/
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Kiraṇ Kumār'
Archipelago Archives Exhibit #8:
Im/Material Beings

Digital-Performance
Matthias Härtig


Erstaufführung

Stereoskopische Brille bei Online-Betrachtung erforderlich

So 18.10.
15:00 Uhr, Festspielhaus Hellerau, Großer Saal openstreetmap
17/8 € (Tagesticket), 60 min Reservix-VVK

Im/Material Beings ist ein Stück (spekulative historische) Fiktion für einen Pionier der (theoretischen Informatik) Wissenschaft: Alan Turing (1912-1954). Geboren als Sohn eines Beamten des Britisch-Indien unter der Präsidentschaft von Madras, wird Turings Kindheit im kolonialen Indien zur Verlockung, in der der Mathematiker mit konzeptuellen und empirischen Praktiken des Tantra beeinflusst wird. In Kumārs Arbeit werden Tempelanlagen in Indien und Tanzpraktiken in Indonesien als Quasi-Datenpunkte definiert, mit denen die Arbeit über die Implikationen der Tantrik-Kunstwissenschaft auf Turings Denken und folglich über die Entkolonialisierung von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz spekuliert. Die Arbeit nimmt als digitale Performance in einem einkanaligen stereoskopischem Video Gestalt an.

Mit zwei nebeneinander stehenden Webcams, wird die Lecture-Performance ins festivaleigene Live-Compositing-Environment übertragen und zu einer stereoskopisch-virtuellen Figur transformiert, welche vor Ort im Festspielhaus Hellerau für Besucher*innen erlebbar werden wird: Kiraṇ Kumār sieht dann genau so aus, wie in den alten SCI-FI-Filmen: die 3D-Live-Schaltung durch das Wurmloch. Auf die zum Markenzeichen dieser holographischen Redner gewordenen Übertragungsglitches zwischen uns und Herrn Kumar, werden wir uns, auch ohne Wurmloch, verlassen können. Allerdings, statt mit fernen Galaxien oder sinnentleert piepsenden Apparaturen, wird der schwarze Vorhang hinter dem Beitragenden durch Bilder aus dem fernen Palast eines javanischen Königs ersetzt. Diese wurden im Februar 2020 vor Ort aufgenommen. Es sind Tänzerinnen zu sehen die sich bewegen wie Göttinnen aus einer Jahrhunderte alten Vergangenheit. Eigentlich die typischen Star-Trek-Alien-Amazonen.

Der Sound ist original auf denselben palasteigenen Gamalansets performed.

Eingetaucht in diese Bildwelt und davor wie ein Zeremonienmeister spricht und performed Herr Kumar live in 3D und digital.

archipelagoarchives.com

Kiraṇ Kumār ist ein interdisziplinärer Künstler, Forscher und Schriftsteller. Seine Arbeit konzentriert sich darauf, das Verständnis des menschlichen Körper-Geistes durch eine dreifache Praxis des Tanzes als Kunst, Wissenschaft und Ritual auszuloten und Vorschläge für Veränderungen zu machen, die dieses Verständnis für unsere heutige Welt beinhaltet. Verwurzelt vor allem in seinen somatischen Praktiken des Haṭha-Vinyasa-Yoga und des traditionellen indischen Tempeltanzes, entfaltet sich seine Forschung durch kritische, konzeptuelle und künstlerische Untersuchungen zu vormodernen indischen Kosmologien und Kosmotechniken. In seinen Werken kommen diese transdisziplinären Untersuchungen in einen Dialog mit drängenden persönlichen und planetarischen Problemen, durch Performance, Schreiben, Video, Installation und Archivierung als Veröffentlichungsformen.

Nach einem ersten Studium des Maschinenbaus an der National University of Singapore (2016) hält er einen MFA in New Media Art von der City University of Hong Kong (2012) und einen MA in Tanz vom Inter-University Centre for Dance Berlin (2014). Seit 2015 wird seine unabhängige künstlerische Forschung vom National Arts Council Singapur, Dance Nucleus (Singapur), Centre42 (Singapur), der Einstein Stiftung, dem Literarischen Colloquium Berlin und der Robert Bosch Stiftung unterstützt. Zu den aktuellen und kommenden Forschungsstipendien gehören das Berlin Centre for Advanced Studies in Arts and Sciences (2016-18), das Programm ‘Arts & Science in Motion‘ der Volkswagen-Stiftung (2016-19) und die Akademie für Theater und Digitalität (2021). Er lebt derzeit in Bengaluru.

Galerie Tempel Indonesien

Portrait Kiraṇ Kumār

Svetlana Maraš
»L'ampleur du souffle«

Konzert

So 18.10.
16:00 Uhr, Festspielhaus Hellerau, Großer Saal openstreetmap
17/8 €
Reservix-VVK



Durch die Pandemie werden wir auf unsere Privaträume und Innenräume beschränkt, und unsere Sicht wird uns täglich durch die Mauern versperrt. Und während die Weite der freien Luft und der Natur für die meisten von uns, die in der Stadt leben, fern bleibt, sehnen wir uns nach ihr wie nach der endgültigen Form der Befreiung. Der Sinn des Raumes wird dadurch betont und übermäßig präsent für uns, und wir spielen aktiv mit seinen Alternativen, indem wir entweder die Möbel im Haus umstellen und die Dekoration ändern oder von Reisen träumen. Schnelle Wechsel zwischen alternativen Räumen sind in der Musik dank fortschrittlicher Technologie und Kompositionstechniken möglich. Indem wir den Raum mit Klang modellieren, können wir eine fiktive Realität schaffen, die das Ohr in Anspruch nimmt und das Gehirn amüsiert, indem wir die uns umgebenden Wände umgehen. Atmen bedeutet, einen bestimmten Raum zu aktivieren. Kurze, tiefe, sterbende oder sinnliche Atemzüge - sie rufen eine Vielzahl von Merkmalen und Eigenheiten hervor, die der Atem verkörpert. Der Atem ist auch eine Voraussetzung für die Stimme und darüber hinaus für das gesprochene Wort. Er ebnet den Weg für jede physiologische und philosophische Aktivität und ist für alles, was wir tun und was wir sind, unerlässlich. Dennoch ist er heutzutage gefährdet. Mit der angeborenen Musikalität, die in diesen Konzepten steckt, dienten sie mir dazu, einen Rahmen für eine Reihe von Hörsituationen zu schaffen, die sich fließend von einer zur anderen verändern. Die ständige Fluktuation und Verklärung des musikalischen Materials soll das Ohr dazu anregen, sich nicht anzupassen, sondern die Heterogenität des Inhalts zu übernehmen und den Geist dazu einladen, das Gleiche zu tun.

Svetlana Maraš (1985) ist Komponistin und Klangkünstlerin aus Serbien. Sie arbeitet an der Schnittstelle von experimenteller Musik, Klangkunst und neuen Medien. Ihr musikalisches Werk findet in verschiedenen Medien, Genres und Repräsentationskontexten adäquate Ausdrucksformen und umfasst elektronische Live-Musikperformance, elektroakustische Komposition, radiophone Kunst, Klang- und Medieninstallationen. Sie ist von frühester Kindheit an musikalisch ausgebildet worden. Nach ihrem Abschluss an der renommierten Aalto Universität (Helsinki), wo sie als wissenschaftliche Assistentin arbeitete, erhielt sie eine Ausbildung in Komposition und Kunst an Orten wie dem Bang on a Can Summer Institute (MASSMoCA), der Columbia University - School of the Arts, der Sommerakademie Mozarteum, der KlangKunstBuhne an der UDK (Berlin), der Berklee Summer School, den Internationalen Ferienkursen Darmstadt und vielen anderen.

Maraš wurde 2013 vom Radio Belgrad mit dem Preis Vitomir Bogić für den besten jungen radiophonen Komponisten ausgezeichnet. Ihre Komposition Dirty thoughts wurde 2016 auf dem Internationalen Komponistenpodium in Breslau empfohlen, und ihr Stück Jezik, ein Auftragswerk des ORF, kam in die engere Wahl für den Prix Italia.

svetlanamaras.com
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So 18.10. 18:00-20:00

»Emptea Ceremony«

Xïola Yin & Al Yakubouskaya

Erstaufführung

Spielort: C. Rockefeller Center for the contemporary Arts openstreetmap


Anmeldung erforderlich [registration@cynetart.de]

Die "Emptea-Zeremonie" ist ein mehrdimensionales und sinnliches Happening, das Xïola Yin – die entgegengesetzte, aber nicht widersprüchliche Seite von Aloïs Yang – zusammen mit der Performerin und bildenden Künstlerin Al Yakubouskaya veranstaltet.

Das Projekt untersucht die zugrunde liegende Leere des egozentrischen und algorithmisch-persönlichen Kulturkonsums, die das Internet und die Technologie mit sich bringen, in Verbindung mit dem leeren Geisteszustand, der üblicherweise in einer traditionellen Teezeremonie erforderlich ist, um die unwiederholbare Natur des Moments zu würdigen.

Mit dieser partizipatorischen Performance fragen Yin und Yakubouskaya - wie ein modernes technologisches Ritual als Tor funktionieren könnte, um die Stille in uns zu finden. Was ist die erfahrungsmäßige Kollektivität zwischen Mensch, Maschine, Materie und der digitalen/physischen Umgebung ? Kann ein dezentralisiertes Ritual mit Hilfe der Technologie (ko)existieren?



Al Yakubouskaya ist eine bildende Künstlerin und Performerin, die mit Kostümdesign, Performance und audiovisuellen Installationen arbeitet. Durch die auf Kostümen basierenden Performances erforscht sie die Möglichkeiten der Transformation und Verlagerung der Wahrnehmung des Bewusstseins in die äußere Welt und die Erfahrung, eine andere Spezies zu werden. Ihre neuesten Forschungen basieren auf der Überzeugung, dass wir alle als Entitäten, einschließlich Maschinen, unsere neuronalen Netze durch den Informations- und Energiefluss gegenseitig beeinflussen.

http://alyakubouskaya.com/
https://www.instagram.com/ay_la_yak/

Xïola Yin ist die entgegengesetzte, aber nicht widersprüchliche Seite von Aloïs Yang. In seiner Arbeit untersucht er die Wahrnehmungen von Zeit und Raum sowohl auf "äußeren" physischen Welt- als auch auf "inneren" metaphysischen Bewusstseinsebenen - als Manifestationen dessen, wie wir die sich überschneidenden Realitäten zwischen Körper und Geist, objektive Erklärung und subjektive Projektion, analog und digital, Gewissheit und Unbekannt kontextualisieren.

Related Collaborative Project:

https://aloisyang.com/The-Blurred-Borderline-Between-Being-Believing
https://aloisyang.com/following/aloisyang.com/Xiola-Yin

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Kalender

01.10.-
30.10.
»tingles & clicks« (online ) / Natasha Barrett / Andrea Sodomka / Marco Donnarumma / Svetlana Maraš / kӣr / Ulf Langheinrich / Cam Deas
Sa.
10.10.
20:00

GEH8
Ya-Wen Fu & Charles Washington »Metamorphose«, GEH8 Gehestraße 8, 01127 Dresden, free donation
So.
11.10.
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GEH8
Ya-Wen Fu artist talk, GEH8, free donation
Die.
13.10.
20:00 Lawrence Lek, »AIDOL 爱道« (online )
Do.
15.10.
20:00-21:30

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CYNETART A glimpse of a Cybernetic Garden : C. Rockefeller Center for the contemporary Arts, free donation

Aloïs Yang »Micro Loop Macro Cycle« Installation

neue raeume; & Katharina Groß »Flora Self« Installation
20:00

objekt klein a
Animistic Beliefs & Jeisson Drenth »CACHE/SPIRIT«, Installation, objekt klein a
Fr.
16.10.
18:00

Maria Chiara de' Nobili & Ulf Langheinrich »VORTEX«, Festspielhaus Hellerau, Großer Saal, 17/8 €
20:00

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Animistic Beliefs & Jeisson Drenth »CACHE/SPIRIT«, Installation, objekt klein a
21:00

Maria Chiara de' Nobili & Ulf Langheinrich »VORTEX«, Festspielhaus Hellerau, Großer Saal, 17/8 €
18:00-21:30

CYNETART A glimpse of a Cybernetic Garden C. Rockefeller Center for the contemporary Arts, free donation
Aloïs Yang »Micro Loop Macro Cycle« Installation
neue raeume; & Katharina Groß »Flora Self« Installation
Sa.
17.10.
16:00-18:30

CYNETART A glimpse of a Cybernetic Garden C. Rockefeller Center for the contemporary Arts, free donation
Aloïs Yang »Micro Loop Macro Cycle« Installation
neue raeume; & Katharina Groß »Flora Self« Installation
18:00

Maria Chiara de' Nobili & Ulf Langheinrich »VORTEX«, Festspielhaus Hellerau, Großer Saal, 17/8 €
19:00

CYNETART A glimpse of a Cybernetic Garden C. Rockefeller Center for the contemporary Arts, free donation
Aloïs Yang »Micro Loop Macro Cycle« Konzert
neue raeume; & Katharina Groß »Flora Self« Performance
20:00

objekt klein a
Animistic Beliefs & Jeisson Drenth »CACHE/SPIRIT«, Installation, objekt klein a
21:00

Maria Chiara de' Nobili & Ulf Langheinrich »VORTEX«, Festspielhaus Hellerau, Großer Saal, 17/8 €
So.
18.10.
14:00-17:00

CYNETART »Deep Surroundings«, Festspielhaus Hellerau, Großer Saal, 17/8 €
14:00 Hugo Esquinca, Konzert, 10 min
14:15 Simina Oprescu »The Hidden Environment - The feeling of the cave«, Konzert, 45 min
15:00 Kiraṇ Kumār, digital performance, 60 min
16:00 Svetlana Maraš »L'ampleur du souffle«, Konzert, 45 min
18:00 - 20:00

»Emptea Ceremony« by Xïola Yin & Al Yakubouskaya, C. Rockefeller Center for the contemporary Arts





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