CYNETART – Internationales Festival für computerbasierte Kunst
11. bis 14. Oktober 2018
Festspielhaus HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste

Open Call: CYNETART Wettbewerb 2018
Deadline: 24. Juni 2018

Alle zwei Jahre schreiben die Trans-Media-Akademie Hellerau (TMA) und ihre Partner den internationalen CYNETART Wettbewerb aus. Die Ausschreibung richtet sich insbesondere an Künstlerinnen und Künstler (auch im Kollektiv), sowie Forscherinnen und Forscher, die sich in ihrer künstlerischen und forschenden Praxis mit Neuen Medientechnologien auseinandersetzen mittels Formaten wie Installation, Objekte, Performance, Netzkunst-Projekten und VR-Arbeiten.

Bewerbungsfrist: 24. Juni 2018
Inhalt
Thema 2018 / Preise 2018 / Teilnahmebedingungen und Abläufe / AGB / Zulassung / Jury-Ablauf / Zeitplan / Rechtliches / Katalog / Auslagen / Start der Registrierung / Kontakt / Datenschutz / Login
THEMA 2018
Das Thema dieses Wettbewerbes ist STUPOR
(aus dem Lateinischen stupere, "fassungslos sein oder verblüfft sein")

Personen in einem stuporösen Zustand sind starr, stumm und scheinen nur insofern bewusst zu sein, als die Augen offen sind und den umgebenden Objekten folgen. In einem solchen Zustand kann der innere emotionale Zustand der äußeren Erscheinung entgegengesetzt sein, mit anderen Worten, eine intensive Emotion und ein erregter Zustand innerhalb des Körpers wird nicht nach außen kommuniziert.

Als polemisch verdichtetes Bild für Dissoziation und Nichtresonanz in Gesellschaft und Kunst ist dieses als Nukleus ästhetischer Produktion auch Leitmotiv für die Ausschreibung des Wettbewerbes 2018. Die Ambivalenz des Themas ergibt sich aus der negativ klinischen Bedeutung heute und der ursprünglichen lateinischen Bedeutung, denn jemanden „fassungslos oder verblüfft“ zu machen ist eine durchaus leicht nachvollziehbare Erwartung an Kunst.

Die Art der Kunst, die gesucht wird, ist schockierend, aber nicht als „the latest MUST SEE“ einer hedonistisch korrekten Begeisterungs- und Akklamationsindustrie, zu der der Medienkunstbetrieb in aller Bescheidenheit auch gehört. Insofern symbolisiert ein psychiatrisches Symptom (Körper-) Haltung Scheitern und Verweigerung, ist es Ausdruck der Selbstseins-Behauptung gegenüber einer Erwartung des Angesagten. Der Unglaube an die und die nihilistische Verweigerung gegenüber den neoliberalen Optimierungs-, Produktions- und Anpassungserwartungen bedeutet Nichtwahrnehmung und Aussortierung am Sex-, Arbeits-, Wohnungs- oder eben auch am Kunstmarkt. Es ist die Abwendung von der Vorstellung von Fortschritt und Verbesserung als Ziel künstlerischer Hervorbringung, insbesondere zur Ausmerzung des Anderen, Bösen, Überkommenen, auch des Kranken, Dysfunktionalen. Es ist subversiv gegenüber dem Axiom der intellektuellen und moralischen Überlegenheit einer Kunst, die sich auf der „richtigen“ Seite wähnt und doch nur den Verwertbarkeitsansprüchen ihres Marktes gerecht wird. Als Schutzraum der Bewusstheit und des Bewusstseins steht der Begriff Stupor für die Haltung der Reaktionsverweigerung gegenüber der Anmaßung, dass alle mitmachen. Freiheit ist, dass ich nicht mitmachen muss. Therapie wird verweigert.

Wie auch immer solche Kunst aussehen mag, verdient sie als ästhetische Position Wertschätzung.

Preise 2018
Die diesjährigen Auszeichnungen sind:

  • Förderpreis der sächsischen Kunstministerin, dotiert mit 10.000 Euro (vergeben durch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst)
  • Artist-in-Residence-Stipendium der Kunstministerin, dotiert mit max. 10.200 Euro (vergeben durch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden)
  • CYNETART-Preise, dotiert mit jeweils 5.000 Euro, vergeben in Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste sowie der Ostsächsischen Sparkasse Dresden
  • Förderpreis des Netzwerk | Medien | Kunst Dresden dotiert mit 1.000 Euro (vergeben in Zusammenarbeit mit dem C.Rockefeller Center for the Contemporary Arts Dresden)


  • Teilnahmebedingungen und Abläufe
    CYNETART Preise

    Der CYNETART Preis, unterstützt von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, ist dotiert in Höhe von 5.000 Euro.

    Der CYNETART Preis, gesponsert von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, ist dotiert in Höhe von 5.000 Euro.

    * zu jeweils 5.000 EUR Produktionszuschuss und Aufführungsbudget für eine Umsetzung zum Thema Stupor im Rahmen des CYNETART Festivals 2018

    [ Künstlerinnen und Künstler bewerben sich mit einer bereits fertigen künstlerischen Arbeit als Referenzarbeit sowie einer Projektskizze die den Bezug ihrer Arbeit zum Thema aufzeigt sowie die Arbeit in ihrem Format und Ästhetik beschreibt = Outcome, inkl. Aufzeigen der Budgetverwendung sowie Erklärung der Fertigstellung bis zum Zeitpunkt der Einrichtung CYNETART Produktion in das Festspielhaus Hellerau (Set Up voraussichtlich ab dem 8.10.2018, beabsichtigte Präsentation: 11.10.2018). Über die Projektskizze wird für die Auswahl für einen Produktionszuschuss entschieden. Uns interessieren Konzepte und Vorschläge für Neuproduktionen als auch bereits angefangene Produktionen zum Thema Stupor, die einen performativen, zeitbasierten Charakter tragen.]

    * Förderpreis des Netzwerk | Medien | Kunst dotiert mit 1.000 Euro (vergeben in Zusammenarbeit mit dem C.Rockefeller Center for the Contemporary Arts Dresden)

    Das Netzwerk | Medien | Kunst lobt im Rahmen des CYNETART Wettbewerbes 2018 einen Förderpreis für medienkünstlerische Arbeiten aus, die sich mit dem afrikanischen Kulturkreis beschäftigen. Die Arbeiten können sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Aspekten des kulturellen Austauschs, der kulturellen Aneignung und Vermischung, der Technologie und Science Fiction (z.b. Afrofuturismus), ästhetischen Forschungen, aber auch mit dokumentarischen Aspekten beschäftigen. Elektronische Einreichungen afrikanischer Künstler aus dem Bereich Medienkunst und New Media sind ausdrücklich erwünscht. Der Förderpreis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird in Zusammenarbeit mit dem C.Rockefeller Center for the Contemporary Arts Dresden vergeben.

    * Förderpreis der sächsischen Kunstministerin

    * Artist-in-Residence-Stipendium der sächsischen Kunstministerin (vergeben in Kooperation mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden)

    [ Künstlerinnen und Künstler bewerben sich mit einer bereits fertigen Arbeit zum Thema STUPOR. In Folge einer positiven Empfehlung durch die 1. Jury-Runde, wird diese Arbeit zur Ausstellung in das Festspielhaus Hellerau eingeladen und für eine Bewertung durch die Internationale CYNETART-Jury während des Festivals empfohlen. Die Entscheidung für die Vergabe des Förderpreises als auch des A-i-R Stipendiums erfolgt am 11. Oktober 2018 mittels eines gemeinsamen Rundgangs durch die Ausstellung im Festspielhaus Hellerau in Anwesenheit der Jury. Die Bekanntgabe erfolgt am selbigen Abend in Anwesenheit der Förderer, Jury-Mitglieder, Künstlerinnen und Künstler in Form eines repräsentativen Events. ]

    Der Förderpreis der sächsischen Kunstministerin ist dotiert mit 10.000 Euro. Der Förderpreis richtet sich an Künstlerinnen und Künstler. Grundlage der Bewertung ist das zur Jurierung eingereichte fertige und zur Ausstellung eingeladene Werk sowie das künstlerische Portfolio.

    Das Artist-in-Residence-Stipendium der sächsischen Kunstministerin wird zusammen mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden für eine Projektrealisierung im Jahr 2019 mit dem Wert von max. 10.200 Euro vergeben. Das Stipendium richtet sich an Künstlerinnen und Künstler sowie Forscherinnen und Forscher, die sich in ihrer künstlerischen Auseinandersetzung transdisziplinären Kunstformen und Konzepten widmen. Es wird das künstlerische Portfolio und ein Konzept für die Zeit des Aufenthalts in Hellerau bewertet. Das Stipendium soll Künstlern und Künstlerinnen für eine begrenzte Zeit die Möglichkeit geben, sich auf ihre künstlerische Arbeit konzentrieren zu können. Die Dauer des Aufenthalts in Dresden ist nach Absprache mit der TMA Hellerau festzulegen. Gemeinsam abgestimmte Aktivitäten wie öffentliche Künstlergespräche und Präsentationen von prototypischen Entwicklungen oder Angebote für Workshops in den Partnerorganisationen der TMA Hellerau (Netzwerk | Medien | Kunst Dresden) während des Aufenthalts in Hellerau sind erwünscht. Die TMA stellt für die Zeit des Aufenthalts ihr Studio und Equipment zur Verfügung. Die maximale Dauer kann bis zu sechs Monate umfassen. Die Preisträger bzw. die Preisträgerin erhält eine monatliche Auszahlung von 1.300 Euro (Stipendium plus Materialkosten). Die Kosten für ein Gäste-Appartement auf dem Festspielhaus-Hellerau-Gelände werden von der Landeshauptstadt Dresden zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsbedingungen können im Einvernehmen mit der Trans-Media-Akademie Hellerau organisiert werden.

    Allgemeine Teilnahmebedingungen und Vorschriften
    • Die Einreichung kann nur über das Online-Bewerbungsformular stattfinden.
    • Die Bewerber*innen und Bewerber müssen sich entscheiden, ob sie sich mit der künstlerischen Arbeit bzw. Idee für die CYNETART Preise (Produktionszuschuss) und/oder das Artist-in-Residence-Stipendium und/oder für den Förderpreis und/oder für den Förderpreis des Netzwerk | Medien | Kunst bewerben.
    • Jede Bewerbung muss eine fertige künstlerische Arbeit als Grundlage der Bewertung für jede ausgeschriebene Auszeichnung beinhalten. Im Fall der CYNETART Preise (Produktionszuschüsse) und des A-i-R Stipendiums sind zusätzlich Projektskizzen erforderlich.
    • Arbeiten, die mit einem CYNETART Preis ausgezeichnet wurden oder eine CYNETART Anerkennung empfangen haben, können nicht erneut eingereicht werden.
    • Die Fertigstellung der Arbeit oder des eingereichten Konzeptes darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
    • Die in der ersten Jury-Runde für die Nominierung zum Förderpreis und dem A-i-R Stipendium empfohlenen und auf eine Realisierbarkeit im Festspielhaus Hellerau geprüften Arbeiten werden während des CYNETART Festivals 2018 gezeigt, was bedeutet, dass die Präsentation der Arbeit möglich sein muss.
    • Der Förderpreis der sächsischen Kunstministerin richtet sich an Künstlerinnen und Künstler und das Artist-in-Residence-Stipendium der sächsischen Kunstministerin richtet sich an Künstlerinnen und Künstler sowie Forscherinnen und Forscher.
    • Die Bewerber*innen und Bewerber müssen dem ausgefüllten Anmeldeformular den AGBs und der Datenschutzrichtlinie digital zustimmen.
    • Nur vollständige Bewerbungen werden berücksichtigt.
    WETTBEWERBSZULASSUNG
    Die Teilnehmer erhalten eine Eingangsbestätigung per E-Mail. Jede Anmeldung bekommt eine Registrierungsnummer, die in der gesamten Kommunikation anzugeben ist. Wenn die Teilnahmebedingungen nicht erfüllt werden (Vollständigkeit der Materialien, formale Voraussetzungen), wird die eingereichte Anmeldung nicht zum Auswahlverfahren zugelassen und nicht der Jury vorgelegt.

    Bei der Online-Anmeldung müssen folgende Materialien hochgeladen werden:
    • Lebenslauf der Künstler*innen bzw. der wichtigsten involvierten Personen
    • Synopsis
    • Vorstellung des Projekts oder das ausführliche Projektkonzept
    • Technische Daten (Hardware / Software)
    • Technical Rider für die beabsichtigte Präsentation
    JURY-ABLAUF
    Der CYNETART Wettbewerb wird von zwei Jury-Runden begleitet, welche aus allen Einreichungen die Preisträgerinnen oder Preisträger auswählt.

    CYNETART Jury (1. Jury Runde):
    Prof. Katharina Christl (Palucca Hochschule für Tanz Dresden)
    Andreas Ullrich (Netzwerk | Medien | Kunst Dresden / friendsofDresdenContemporaryArts)
    Julia Langhammer & Thomas Schmelzer (Pylon-Lab Dresden)
    Moritz Lobeck (HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste)
    Ulf Langheinrich (künstlerische Leitung CYNETART)

    Diese erste Jury-Runde empfiehlt dem CYNETART-Redaktionsteam ca. zehn bis fünfzehn künstlerische Projekte für die CYNETART-Ausstellung (vorausgesetzt, es liegt eine Bewerbung für den Förderpreis und/oder für das A-i-R Stipendiums vor) und reicht Empfehlungen für die CYNETART Preise (Produktionszuschüsse) an die CYNETART-Redaktion weiter.

    Die zweite Jury-Runde in erweiterter Besetzung findet vor Ort am 11.10.2018 im Festspielhaus Hellerau im Ausstellungsmodus statt. Die Entscheidungen für die zwei CYNETART Preise werden durch die Internationale CYNETART Jury mittels eines Rundgangs durch die Ausstellung getroffen und am Abend des 11. Oktober 2018 öffentlich bekanntgegeben. Die Präsentation der Arbeiten erfolgt durch die Künstler.

    Internationale CYNETART Jury (2. Jury Runde):
    Horst Hoertner (Future Lab der Ars Electronica, Senior Director, Künstler & Forscher)
    Mona Liem (Kuratorin, Connected Art Platform)
    Ralf Lehmann (Galerie Gebr. Lehmann Dresden)
    Violet Nantume (Kuratorin, Transcuratorial Academy)
    Prof. Atau Tanaka (artist, Professor für Medieninformatik, Goldsmiths, University of London)
    Robert Henke (Musiker, Installationskünstler und Softwareentwickler)

    Der Entscheidung für eine Einladung der Bewerberarbeit zur CYNETART-Ausstellung geht die Prüfung zur Umsetzung durch die CYNETART-Redaktion (Prüfung Umsetzbarkeit im Haus sowie finanzieller Aspekte) voraus.
    Die Entscheidung für einen CYNETART Preis (Zuschuss) wird vorbehaltlich einer Prüfung durch die CYNETART-Redaktion als auch einer finalen Zusage durch die Kooperationspartner sowie Donatoren mitgeteilt.
    ZEITPLAN
    24. Juni 2018
    Ende des Einreichungszeitraums
    Ende Juni 2018
    Jurysitzung (1. Jury-Runde)
    Juni 2018
    Benachrichtigung der Bewerber*innen
    11. Oktober 2018
    Jury-Rundgang durch die Ausstellung, Bekanntgabe der Vergabe des Förderpreises und der A-i-R-Stipendiums
    11.-14. Oktober 2018
    CYNETART Festival
    RECHTLICHES
    Mit der Einreichung versichern die Einreichenden, dass keinerlei Rechte von eingereichten Materialien bei Dritten liegen. Das Recht zur Verwendung von einminütigen Ausschnitten zu Informations- und Werbezwecken im Zuge des Produktionsprozesses CYNETART 2018 überträgt alle, die am Wettbewerb teilnehmen, dem Veranstalter. Die zur Präsentation ausgewählten Beiträge dürfen von den Veranstaltern zu Vorführzwecken nicht gewerblicher Art sowie zu Dokumentationszwecken verwendet werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
    KATALOG
    Alle ausgezeichneten und präsentierten Arbeiten werden im Festivalkatalog veröffentlicht.
    SHOW
    Für alle eingeladenen CYNETART Künstlerinnen und Künstler kommt der Veranstalter für die Kosten der An- und Abreise, Transportkosten und Unterbringung auf. Ein Aufführungs- bzw. Ausstellungshonorar ist beabsichtigt.
    Registrierung starten
    Ich / wir habe(n) die Konditionen & Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs sowie die TMA/CYNETART-data privacy policy wahrgenommen und
    stimme diesen für die Teilnahme am Wettbewerb zu.

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    KONTAKT
    Bei Fragen zur Anmeldung: competition2018@cynetart.de
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